Nazis Dank


Die Nazis wissen, was sie an ihrem Staat haben.

Wie schon viele Jahre (selbstverständlich nicht vor 1991) nutzen Nazis den 13. Februar , um in Dresden ihren inzwischen größten europäischen Aufmarsch zu zelebrieren. Letztes Jahr erreichte nicht nur ihre Zahl einen neuen Rekord (etwa 6000), sondern sie überfielen auch Gewerkschafter auf der Abreise von Gegendemonstrationen. Und noch etwas war neu: die Dimension der Unterstützung des Staates für seine kleinen Lieblinge. Die ganze Innenstadt wurde von tausenden Polizisten in Prügelausrüstung weiträumig gegen alle Nichtnazis abgeriegelt, der öffentliche Innenstadtverkehr einen halben Tag komplett lahmgelegt. Und wie immer beschützten die Polizisten ihre Lieblinge und gingen mit Pfefferspray und Knüppeln gegen alle vor, die was gegen Nazis haben (wofür es ja in der B"R"D genauso wie in ihrem Vorgängerstaat bekanntermaßen Haue gibt).

Dieses Jahr mobilisierte der Staat schon im Vorfeld gegen alle Nichtnazis. Bei Razzien am vergangenen Mittwoch in Dresden und Berlin beschlagnahmte die Polizei tausende Plakate und Flugblätter sowie einige Computer. Der Staat will so die Organisation von Protesten gegen den unsäglichen Naziaufmarsch und den Aufruf dazu unterbinden. Mehrere Plakatierer wurden in Berlin von den Staatsschergen auf Polizeiwachen verschleppt. Folgerichtig bedankte sich der NPD-Fraktionschef der NPD, Holger Apfel, auf einer Landtagssitzung artig für die fleißige Unterstützung seiner Bewegung durch den Staat.

Fast zeitgleich, nämlich am Donnerstag, wurde die Versammlungsfreiheit in Sachsen abgeschafft. Der Staat kann willkürlich jede Demonstration an jedem Ort, der den Nazifreunden beliebt, untersagen. Begründet wurde das zwar damit, den Nazis ihren Aufmarsch zu erschweren, aber erstens ist bekannt, wie die B"R"D, insbesondere das Land Sachsen und namentlich die Stadt Dresden ihre lieben Nazis hegt, pflegt, fördert und schützt, und zweitens gab Oberbürgermeisterin Orosz (CDU) schon in einem Interview sinngemäß bekannt, daß gar nicht beabsichtigt ist, den Naziaufmarsch zu unterbinden.

Dennoch gingen die ganzen staatlichen Nazifördermaßnahmen ziemlich nach hinten los. Als nämlich die Razzien bekannt wurden, vervielfachte sich das Interesse an der Organisation der Gegenwehr durch das Bündnis „Dresden nazifrei". Worauf der Staat mit Zensur der Internetseite reagierte. Das dürfte die Wut und Aktionsbereitschaft derer, welche die Nazis nicht so lieb haben, wie die Politiker und Staatsschergen, weiter anheizen.

Wer anhand dieser Tatsachen immer noch nicht versteht, daß der maßgeblich von Nazi- und Kriegsverbrechern gestaltete Staat B"R"D Nazis gezielt fördert, unterstützt und schützt, und alle Nichtnazis willkürlich unterdrückt, einschüchtert und, wenn das nicht funktioniert, niederknüppeln läßt, ist wahrlich mit Blindheit geschlagen.

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Das Umdenken