Unsere Abscheu gilt ebenso allen imperialistischen Aggressoren, wie unsere Solidarität nicht nur den "Völkern" Syriens und Irans gilt, sondern auch den Staaten und ihren Führungen. Sie sind ja gerade deshalb Aggressionziele der imperialistischen Kriegstreiber, weil sie eine antiimperialistische Politik betreiben. Unsere Verachtung gilt allen sogenannten "Linken", welche sich zwar mit den "Völkern" Syriens und Irans solidarisch erklären, aber bezüglich der Staaten und ihrer Führungen die imperialistische Kriegspropaganda wiederkäuen und damit unterstützen. Dieses Gesindel ignoriert die einfache Tatsache, daß Kriege nicht gegen Völker, sondern gegen Staaten geführt werden. Beispiele dafür sind Sevim Dagdelen, Eva Bulling-Schröter, Diether Dehm, Annette Groth, Heike Hänsel und Ulla Jelpke, "Linke" am parlamentarischen Freßnapf des Kapitals, welche ihre kriegstreiberische Hetze in einer Erklärung veröffentlichten.
2008 erfolgte ein Aufruf zur Schaffung der Kommunistischen Initiative in der BRD durch Sammlung der Marxisten-Leninisten. Nach dem Scheitern verschiedener Vereinigungsbestrebungen der zersplitterten kommunistischen Bewegung auf Parteiebene war dies ein neuer und inzwischen erfolgreicher Ansatz, Genossinnen und Genossen aus verschiedenen Parteien wie auch ohne Organisationszugehörigkeit mit dem Ziel einer einheitlichen Kommunistischen Partei zusammenzufassen. Dafür wurden nur 3 Kriterien aufgestellt, zu denen sich jeder Unterstützer, inzwischen jedes Mitglied, bekennen muß und die unverhandelbar sind:
1. Anerkennung des gesamten Marxismus-Leninismus, 2. Anerkennung der sozialistischen Staaten als größte Errungenschaften der Arbeiterbewegung, insbesondere der DDR als größte Errungenschaft der deutschen Arbeiterbewegung und 3. Anerkennung des Revisionismus als Hauptursache des Scheiterns der meisten sozialistischen Staaten.
Während alle sich als sozialistisch und kommunistisch bezeichnenden Parteien im Niedergang bis zu freien Fall befinden oder bereits verschwunden sind, ist die KI ungebrochen in der personellen, politischen und organisatorischen Aufwärtsentwicklung. Die 2. Perspektivkonferenz am 05. und 06. Februar 2011 in Hannover war ein weiterer Meilenstein zur Strukturierung der Organisation und auch dadurch Verstärkung der praktischen politischen Arbeit.
Die zwei größten Dummheiten der Deutschen:
- einen fortschrittlichen, sozialen und friedliebenden deutschen Staat zu beseitigen (Diese Dummheit ist geschehen und kann nicht mehr korrigiert werden.) und
- einen maßgeblich von Nazi- und Kriegsverbrechern gestalteten, reaktionären, asozialen, menschenverachtenden, zerstörerischen und kriegstreiberischen deutschen Staat immer noch zu dulden (Diese Dummheit hält immer noch an und muß dringend korrigiert werden.).
Finanzkrise, „Heuschrecken", Finanzmarktkontrolle und Sparmaßnahmen?
Wir haben eine Finanzkrise?
Mitnichten. Das kapitalistische System steckt im Anfang einer Weltwirtschaftskrise, die - wie immer - ihrem Wesen nach eine Überproduktionskrise ist. Der Grund ist das systemimmanente Bestreben, immer mehr Kapital anzuhäufen, aber Arbeit immer weniger zu entlohnen (direkt und indirekt). Der Konsum wird folglich vernichtet, während sich Waren unverkäuflich anhäufen und rückwirkend die Produktion abwürgen.
Das ist kein Fehler des Systems, sondern sein Wesen.
Da Kapital dadurch immer weniger in der Warenproduktion anwendbar und vermehrbar ist, geschieht das dann zunehmend spekulativ. Dann wird nachfolgend auf das Ergebnis der Spekulation spekuliert, dann auf diese Spekulation usw.. So entstehen die sogenannten „Spekulationsblasen". Wenn die „platzen", wird die Krise offenkundig und erscheint zunächst als Finanzkrise.
Die „Heuschrecken" sind schuld?
Mitnichten. Sie nutzen nur die Krisenerscheinungen und schlachten öffentliches und das Eigentum zusammenbrechender Unternehmen aus. Sie sind die Aasfresser der Krise, nicht ihre Verursacher. In der Krise repräsentieren sie das in Kapitalistenmedien immer so vielgelobte "Unternehmertum" in einer seiner vollendetsten Formen. Sie unternehmen etwas, um trotz der Krise Profit zu machen.
Der Staat kann die Finanzmärkte kontrollieren?
Mitnichten. Der kapitalistische Staat ist die geschäftsführende Institution des Finanzkapitals. Er hat zu steuern, wie die Finanzkapitalisten das Proletariat bestmöglich ausplündern und wird selbst über Lobbyisten vom Finanzkapital gesteuert. Welcher Finanzkapitalist würde aber seinen Staat beauftragen, ihm selbst auf die Finger zu klopfen? Weshalb die „Sparmaßnahmen" auch nicht die Vermögen und Profite der Finanzkapitalisten betreffen.
Sparmaßnahmen?
„Gespart" wird durch Kürzung eines kleinen Teils der Staatsausgaben. Das sogenannte Sparpaket der BRD ist der Versuch, die Schulden in Zukunft etwas langsamer wachsen zu lassen. Dadurch vermindert sich die staatliche und private Konsumtion weiter. Das würgt zwangsläufig die Produktion zusätzlich ab. Diese „Sparmaßnahmen" werden die Krise nur verschärfen. Sie machen die Ärmsten der Gesellschaft noch ärmer.
Besonders idiotisch ist z.B., die Rentenversicherungsbeiträge der Hartz-IV-Opfer zu streichen, da die gar nicht den Betroffenen verlorengehen, sondern nur die Einnahmen der Rentenversicherung verringern, was ein neues Loch reißt, statt eins zu stopfen.
Weihnachtsgedicht 2009
Wenn in Frankfurt Polizisten streikende Studenten willkürlich verprügeln,
ein Airbus-Militärflugzeug, in dem Milliarden Euro Steuergelder stecken,
Probeflüge macht, um baldigst ferne Kriege zu beflügeln,
wenn Kanzlerin und Kriegsminister Kriegsverbrecher decken
und das gemeine Volk nichts über Massaker der Bundeswehr erfährt,
wenn das Nobelpreiskomitee den Friedenspreis an einen Kriegstreiber verleiht,
der dann den Krieg rotzfrech vor aller Welt zum Frieden noch erklärt,
dann ist die fröhliche und selige und gnadenvolle Weihnachtszeit.
Wer freiwillig kriecht,
spürt nicht den Druck,
der ihn am Aufrechtgehen hindert.
Darum:
Streik mal wieder!
Dir paßt nicht, daß Du ausgeplündert,
beraubt, betrogen und verblödet
geknechtet wirst und ungehindert
Schmarotzerpack Dich langsam tötet?
Hau doch drauf,
kämpfe sie nieder,
stehe auf
und streik mal wieder!
Das war schon anders, nicht lang her,
da war'n die Arbeiter noch wach,
machten's den Parasiten schwer,
hielten das faule Pack in Schach.
Hau doch drauf,
kämpfe sie nieder,
stehe auf
und streik mal wieder!
Neunzehnhundertneunzig war
das freie Land dann annektiert.
Für Arbeiter ein schwarzes Jahr -
das Kapital hat triumphiert.
Hau doch drauf,
kämpfe sie nieder,
stehe auf
und streik mal wieder!
Sie labern etwas von Reformen,
wir hätten zuviel Anspruchsdenken.
Nach ihrem Bild und ihren Normen
sollen wir unser Handeln lenken.
Hau doch drauf,
kämpfe sie nieder,
stehe auf
und streik mal wieder!
Die Bittschriften und Mahnwachen,
Programme und Demonstrationen,
werden keinen Eindruck machen
auf die raffgierigen Drohnen.
Hau doch drauf,
kämpfe sie nieder,
stehe auf
und streik mal wieder!
Vermeiden wir nutzloses Treiben,
das uns doch nur Enttäuschung bringt!
Die altbewährten Mittel bleiben,
mit denen man Blutsauger zwingt.
Hau doch drauf,
kämpfe sie nieder,
stehe auf
und streik mal wieder!
Sie lieben nicht nur den Profit,
den wir tagtäglich produzieren,
sie brauchen ihn, weil sie damit
ihre vielen Lakaien schmieren.
Hau doch drauf,
kämpfe sie nieder,
stehe auf
und streik mal wieder!
Ohne Profit keine Lakaien
in Lobby, Staat und Management
und auch die Medien befreien
wir vom Bestechungsregiment.
Hau doch drauf,
kämpfe sie nieder,
stehe auf
und streik mal wieder!
Die Parasiten wissen das,
und lassen Allem freien Lauf,
was nutzlos ist. Doch hört der Spaß
schnell beim politischen Streik auf.
Hau doch drauf,
kämpfe sie nieder,
stehe auf
und streik mal wieder!
Daß uns die Feinde Waffen geben
mit denen wir sie schlagen können,
geschieht niemals in diesem Leben.
Uns bleibt nur eins: Sie überrennen!
Hau doch drauf,
kämpfe sie nieder,
stehe auf
und streik mal wieder!
Einst vereinigte sich
das Schwein
mit der Torte:
es fraß sie
zertrat sie,
hat sich
in den Resten
wohlig gesuhlt.
Wer wenig weiß, ist nicht dumm. Der ist nur unwissend. Dumm ist, wer nichts wissen will und Irrtümer durch Ignoranz, Denkfaulheit und Leichtgläubigkeit kultiviert.